Die Praxis in Essen ist geschlossen.

 

2 HundeGESUNDHEIT ist der Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, der sich nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit auszeichnet.

KRANKHEIT ist die bestehende oder drohende Beeinträchtigung körperlicher, geistig-seelischer oder sozialer Fähigkeiten. Krankheit äußert sich demnach in objektiv zu beobachtenden Tatbeständen, dem Verhalten und dem subjektiven Befinden .

 

HEILUNG ist der Prozess der Herstellung oder Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität aus einem Leiden oder einer Krankheit, bzw. die Überwindung einer Versehrtheit oder Verletzung durch Genesung. Die Heilung im heutigen Sinn umfasst körperliche, psychische und soziale Aspekte (biopsychosoziales Modell) des Menschen oder Tieres.

NATURHEILKUNDE bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen. Dazu gehören die Sonne, das Licht, die Luft, die Bewegung, die Ruhe, die Nahrung, das Wasser, die Kälte, die Erde, die Atmung, die Gedanken, die Gefühle und Willensvorgänge. Sie zählt heute großenteils zum Bereich der ALTERNATIV- und im engeren Sinne zur KOMPLEMENTÄRMEDIZIN. Dies ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Behandlungsmethoden und diagnostische Konzepte, die sich als Alternative oder Ergänzung zur „Schulmedizin“ verstehen.

 


 

HOMÖOPATHIE

Der Begründer der Homöopathischen Therapie ist Samuel Hahnemann (1755 - 1843). „Homöo“ (homoios) heißt übersetzt „ähnlich“ und „pathie“ (pathos) steht für „Leiden, Krankheit“. „Alloion“ bedeutet „andersartig“. (Allopathie)

Der wohl berühmteste Lehrsatz, die Ähnlichkeitsregel lautet Similia similibus curentur: "Man wende in der zu behandelnden Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche Krankheit zu erregen im Stande ist, und jene wird geheilt sein" ( Simile-Gesetz ). Zwiebeln verursachen Brennen und Tränenfluss in den Augen. Allium Cepa in stark verdünnter Form (Potenzierung) ist in der Lage solche Symptome zu heilen. Es wird bei Fließschnupfen mit wund machendem, scharfem Nasensekret und milden Tränen eingesetzt wird.

Potenzierung
Nach langen Jahren des Experimentierens kam Hahnemann zu der Erkenntnis, dass die verabreichten Medikamente an Kraft zunehmen, je mehr man sie verdünnte und verschüttelte. Alleinige Verdünnung hatte keinen Effekt.

D-Potenzen: Dezimal-Potenzen sind Verdünnungsschritte im Verhältnis 1:10. In unserem Beispiel hieße das, wir nehmen einen Teil Zwiebel, fügen 10 Teile Alkohol hinzu und verschütteln dies, und erhalten so Allium Cepa D1. Entnehmen wir dieser Lösung einen Teil und fügen weitere 10 Teile Alkohol hinzu, erhalten wir eine D2. Die gängigsten therapeutischen Potenzen sind D 6, D12, D 30. Sie finden insbesondere bei akuten Erkrankungen Verwendung, da sie organotrop (auf den Körper bezogen) wirken.

C-Potenzen: Centisemalpotenzen sind im Verhältnis 1:100 verdünnt. Wir nehmen wieder einen Teil Zwiebel, fügen100 Teile Alkohol hinzu und erhalten somit Urtica urens C1. Die gängigsten therapeutischen Potenzen sind C30, C200, C1000. C-Potenzen wirken aufgrund ihrer hohen Verdünnung nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche. (Konstitutionsmittel) Sie finden insbesondere bei chronischen Krankheiten ihren Einsatz. Bei LM-Potenzen oder Q-Potenzen beträgt die Verdünnung 1:50.000. Sie eignen sich nicht zur Selbstmedikation!

Als Allopathie bezeichnete Hahnemann die Therapien der alten Schulmedizin, Krankheiten durch Arzneien zu heilen, die entgegengesetzte Symptome hervorbringen. Er bezeichnete sie als bloß beschwichtigend (palliativ), weil sie nur kurzfristig das Gegenteil bewirken (z. B. schlaflose Patienten durch Mohnsaft für eine Weile schläfrig machen) und die Lebenskraft schwächen.

Als phänomenologisch orientierte Medizin ist die Homöopathie bestrebt, die beobachtbaren und erkennbaren Krankheitszeichen (Symptome) des Patienten möglichst genau zu beschreiben. Die Gesamtheit der Symptome repräsentiert die Krankheit. Dabei ist Kopfschmerz nicht einfach nur ein Symptom, welches durch Tabletten unterdrückt werden soll. In der Denkweise der Homöopathie muss ein „allgemeines“ Symptom wie „Kopfschmerz“ vervollständigt werden durch:

Die homöopathischen Arzneien stammen von Tieren, Pflanzen, Mineralien und ihre Wirkungen auf den Organismus sind durch Selbstversuche genau beschrieben.
Beispiel: NUX VOMICA (Brechnuss) wirkt gegen Übelkeit, Erbrechen, sofern die folgenden Modalitäten zutreffen:
Verschlechterung: morgens, Geräusche, Ärger, Berührung, Kälte oder Verbesserung: abends, Ruhe, Liegen, feuchtes Wetter (Boericke). Die auslösende Ursache (Causa) dieser Erkrankungen ist beim Hund oft zu heftiges Schlingen von zuviel Futter.

Der NUX-VOMICA-HUND wird wie folgt beschrieben: Charakter: Temperamentvoll, stürmisch, rauflustig, feindselig gegen bestimmte Tiere oder Menschen, aber auch überempfindlich. Verhalten: Lässt sich schnell aus der Ruhe bringen, kann nicht allein sein, reagiert mit Zerstörung. Sehr oft Hunde aus dem Tierheim, die zuvor schlechte Erfahrungen gemacht haben (Boericke) Körperliche Konstitution: Kräftig, aber nicht dick. Frisst gern, oft auch zu schnell und zu viel.

 

BrennnesselDie feinen Härchen der URTICA URENS, bestens bekannt als Brennnessel, sondern bei Berührung ein Sekret ab, das die Haut reizt und es entstehen juckende und brennende Quaddeln. In homöopathischer Anwendungsweise ist die Brennnessel jedoch in der Lage, Krankheiten mit eben solchen Symptomen zu heilen, wie Nesselsucht, Rheumatismus mit urtikaria artigen Ausschlägen und Neuritis (Boericke). Gleichzeitig kann sie in tiefen Potenzen die Milchbildung bei Hündinnen vermehren, in hohen Potenzen kann eine Verminderung abnormer Sekretion auch ausserhalb der Laktation erreicht werden. (Steingassner)

 


 

HOMÖOPATHISCHE KOMPLEXMITTEL

sind homöopathische Arzneien, die aus mehreren Einzelmitteln hergestellt werden. Sie sind als fertige Präparate auch ohne Rezept in Apotheken erhältlich. Die Wirkungsweise ist breiter gestreut als bei Einzelmitteln. Ich wende sie gerne und mit Erfolg als Injektionen bei Tieren an, die akut erkrankt sind, rasch wechselnde Symptome zeigen und deren Vorgeschichte mir weitgehend unbekannt ist (Tierheim).


 

BACH-BLÜTENTHERAPIE

CarolineAus den Blüten ungiftiger wildwachsender Blumen, Büsche und Bäume entwickelte der englische Arzt Dr. Edward Bach von 1930 an insgesamt 38 heilsame Essenzen.

Sie enthalten keine pharmakologischen Wirkstoffe und werden nicht gegen bestimmte Beschwerden verordnet, sondern gegen negative Grundstimmungen und Charaktereigenschaften, die zum Ausbruch einer Krankeit oder einer Verhaltensstörung geführt haben.
Dr. E. Bach schrieb 1931 über die Wirkung seiner Essenenzen: "Wie schöne Musik oder andere großartige inspirierende Dinge sind sie in der Lage, unsere ganze Persönlichkeit zu erheben und uns unserer Seele näher zu bringen. Dadurch schenken sie uns Frieden und entbinden uns von unserem Leiden." Sie entfalten ihre Wirkung auf der seelischen Ebene, in dem sie helfen, mit zeitweise auftretenden seelischen Verstimmungen (z. B. Verlustängste, Trauer, Unsicherheit, Eifersucht, Angst ), deren Ursache nicht in einer körperlichen Erkrankung zu suchen sind, konstruktiver umgehen zu lernen. Bachblüten können negative Gefühlsstimmungen wie Traurigkeit, ungewisse Angst oder Lustlosigkeit natürlich nur dann beeinflussen, wenn ihre Lebensumstände dies zu lassen. Einem Tier in nicht artgerechter Haltung nützen sie wenig. Aus einem leinenagressiven Hund wird niemals allein durch Bachblüten ein freundlicher Hund, wenn nicht das entsprechende Training dazu kommt. Stimmt aber das Training, sind sie in der Lage, die Erfolge zu unterstützen und zu beschleunigen.


CarolineBei den Bach Blütenessenzen handelt es sich um Aufbereitungen wässeriger Auszüge von 37 verschiedenen Blüten (Verdünnungsverhältnis von 1:240 ). Die Essenz „Rock Water“ wird nach diesem Verfahren aus einem bestimmten Quellwasser gewonnen. Bachblüten können als Einzel-Essenzen oder in Mischungen angewendet werden. Die bekannteste Kombination sind die Notfall- oder Rescue-Tropfen, bestehend aus den Blütenessenzen Star of Bethlehem, Rock Rose, Impatiens; Cherry Plum, und Clematis.

 

 

 


 

PHYTOTHERAPIE - PFLANZENHEIKUNDE

EchinaceaZahlreiche Heilpflanzen, die in der Humanmedizin eingesetzt werden, wirken ebenso gut bei Hunden und Katzen.

Früher haben Hunde nicht nur Wild gejagt, sondern auch Gras oder Kräuter gefressen. Und wenn man sie lässt, machen sie es heute noch. Mit ihrem gesunden Instinkt und vorzüglichen Geruchssinn wissen Hunde, was gut für sie ist. Jeder Hundehalter hat sein Tier schon mal beobachtet, wenn es Gras frisst und nur ganz bestimmte Grashalme und Kräuter auswählt. Oft ist es Queckengras, das sich instinktsichere Hunde selber suchen. Es ist eines der wichtigsten Heilkräuter für Hunde. Es führt keineswegs immer zu Erbrechen und wenn, dann ist auch dieser Vorgang sinnvoll, um Säureüberschüsse und ähnliches los zu werden. Das Gras entgiftet den Körper.
Löwenzahn, püriert oder als Tee, entgiftet und stärkt die Leber und hilft bei Juckreiz. Ulmenrinde, pulverisiert, ist ein hervorragendes Mittel bei Durchfall und zur Verbesserung des Darmes.

Die Wirkung mancher heilkräftiger Pflanzen zeigt sich schon im Namen: "Beinwell" (Symphytum officinale) wurde traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt. Sein botanischer Name Symphytum stammt aus dem Griechischen "symphytos", was zusammenführen oder zusammenwachsen bedeutet.

Der botanische Name des Huflattich "tussilago" verrät seine Wirkung. Tussis kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Husten und ago bedeutet „ich vertreibe“ Der deutsche Name Huflattich beschreibt die Blätter, die Abdrücke von Pferdehufen ähneln.

Heilkräuter können als Auszüge, Umschläge, Salben, Tees oder als frische Pflanzen püriert direkt ins Futter gegeben werden.

 


 

DIÄTETIK - ERNÄHRUNG

SheilaIch biete Ihnen keinerlei vorgefertigtes Futter irgendeines Futtermittelherstellers an, kann Ihnen jedoch aufgrund langjähriger Erfahrungen mit zahlreichen Hunden helfen, eine gesunde und artgerechte Ernährung für Ihr Tier zusammenzustellen. Sie besteht aus frischem Fleisch, Obst, Gemüse und, je nach Konstitution oder Erkrankung, kombiniert mit Heilkräutern. Diese Fütterungsart wird auch als BARF (Biologisch artgerechte Fütterung) bezeichnet, und ist bei guter Planung nicht teurer als ein Premium-Trockenfutter oder Dosenfutter.

Der Zeitaufwand ist zugegebenermaßen etwas größer, lässt sich aber mit etwas Übung optimieren. Das Ziel sind gesunde Hunde voller Lebensfreude, die eigentlich keinen Tierarzt oder Tierheilpraktiker mehr brauchen. Weitere Informationen zur Rohfütterung finden Sie unter Beratung.